Erfahrungen und Einblicke in das Leben und Studieren in Utrecht

Steffis dagboek: maandag

Für all diejenigen, die schon immer mal wissen wollten, was ein Student eigentlich den ganzen Tag so macht, könnte diese Woche besonders interessant werden! In Steffis dagboek (Tagebuch) werde ich euch nämlich eine Woche lang an all dem teilhaben lassen, was ich hier in Utrecht so erlebe – keine weltbewegenden Storys, sondern einfach Eindrücke aus meinem Alltag.

Die „echte“ Woche beginnt in Holland diese Woche eigentlich erst am Dienstag. Am Montag herrscht überall Ausnahmezustand, denn die Niederländer feiern heute den Geburtstag ihrer Königin – mit einem Volksfest! Und da die große Geburtstagsparty schon am Sonntagabend angefangen hat, steht am  heute Morgen erst mal Ausschlafen auf meinem Programm – ein guter Start in die Woche!

 

Gegen Mittag bewegen mein Freund und ich uns mit neu gewonnener Energie wieder in Richtung Innenstadt. (Einer der wenigen Tage, an denen man sein Fahrrad besser zu Hause lassen kann!) Die Atmosphäre ist toll: gut gelaunte Menschenmassen so weit das Auge reicht. An den zig Flohmarktständen wechseln so einige Schätze ihren Besitzer und an der Gracht, vor den Cafés und an diversen Bühnen genießen die Leute die Sonne und die sommerlichen Temperaturen, gerne auch mit einem Bierchen dabei – herrlich!

Und was die Leute nicht so alles zum Kauf anbieten… unglaublich! Neben Kleidung, Büchern und dem üblichen Flohmarktskrempel, kann man auch diverse Dienste kaufen: ein persönliches Ständchen eines Utrechter Chors zum Beispiel. Oder doch lieber eine Minute lang in die „Komplimentmühle“ steigen und sich mit Komplimenten den Tag versüßen lassen? Ein paar Straßen weiter verkauft ein Mann für 10 Cent Witze! Wir halten es bei zwei Büchern und zwei Portionen Eis. Und rate mal, was von beiden die teurere Anschaffung ist?!

Gegen Nachmittag schlendern wir wieder nach Hause, wo der Anblick meines Schreibtisches mich daran erinnert, dass ich morgen wieder Uni habe und dass ich dafür leider noch das ein oder andere lesen muss. Sprung zurück ins normale Leben. Den Rest des Tages beschäftige ich mit humanitären Interventionen und als ich gegen 11 Uhr ziemlich platt in Bett sinke, habe ich die meiste Literatur für Dienstag sogar noch geschafft. Etwas neidisch denke ich an die Deutschen, bei denen Die Party (Tanz in den Mai!) gerade erst angefangen hat…

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